Philosophische Praxis

„Weder sollte man in jungen Jahren zögern, sich philosophisch zu betätigen, noch sollte man im Alter das Philosophieren als Mühe empfinden.“ so schreibt der antike Denker Epikur in einem Brief an seinen Freund. Viele Menschen denken, dass Philosophie etwas Abgehobenes und Abstraktes sein müsste. Dabei hat Philosophie, die Freundschaft zur Weisheit, immer mit unserem ganz konkreten Leben zu tun. Zu beginnen, sich selbst und die Welt zu erkennen, ist ein Abenteuer ohnegleichen. Selbstverständlich prägen meine philosophischen Überlegungen mein gesamtes Rhetorikverständnis, wie ich es in meinem Codex formuliere.  Philosophie geht es in meiner Perspektive, wie der Rhetorik auch, um ein praktisches Tun und eine Haltung, einen Habitus. Darüber sich klar zu werden, Lebensklugheit zu entwickeln, das ist das Ziel aller meiner philosophischen Veranstaltungen.

Philosophischer Dialog

Ich bin kein Psychotherapeut, ich bin Philosoph. Alle Menschen sind geborene Philosophen, viele vergessen diese Ressource nur. In Krisen erinnern sich viele dann plötzlich, dass es sich lohnt, über sich selbst nachzudenken. Sich gemeinsam auf den Weg zu machen, Erkenntnis über sich und sein Handeln zu gewinnen, Orientierung im Denken zu finden und Fragen zu stellen, ist gleichsam das Handwerk des Philosophen. Philosophieren ist ein Tun und kein Wissen. Wie funktioniert das aber konkret: Wir tauschen Im Gespräch im Park idealerweise in der Sonne Argumente aus, prüfen Gedanken und auch Gefühle, um neue Perspektiven zu entwickeln. Mitunter kommt heraus, dass man die Laufrichtung ändert oder seinem eigenen Leben einen weiteren Sinn gibt. Philosophieren ist insofern auch ein Spiel, ein Abenteuer, zuletzt eine Reise ins unbekannte Land des eigenen Bewusstseins. Mehr Infos zu Philosophischer Dialog

Philosophischer Salon | VHS Leipzig

„Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Selbstverschuldet ist diese Unmündigkeit, wenn die Ursache derselben nicht am Mangel des Verstandes, sondern der Entschließung und des Muthes liegt, sich seiner ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Sapere aude! Habe Muth, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen! ist also der Wahlspruch der Aufklärung.“ Am ersten Mittwoch im Monat ist es gut, über den Dächern von Leipzig im fünften Stock der Volkshochschule Leipzig der Passion des freien Denkens zu frönen.  Jede Veranstaltung kreist um ein zentrales, gemeinsam ausgewähltes Thema, dem wir uns im Wechselspiel von Zuhören und Argumentieren nähern. Jedenfalls versuchen wir es – Salzstangen essend und Wein und Wasser
trinkend. In jeder Saison gehen wir gemeinsam ausgesuchten Fragestellungen, Themen oder aktuellen Ereignissen auf den Grund.  Alte Teilnehmer treffen auf neue Teilnehmer und schon kann das Spiel des freien Denkens losgehen. Zuhören, Reden, Debattieren. Mehr Infos zu Philosophischer Salon | VHS Leipzig

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